Die unentbehrlichen Helfer in der Küche |
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Zum Beispiel der Teigschaber: Das ist an einem Holz-, Kunststoff- oder Metallstiel - ein flexibles Blatt aus Gummi oder Kunststoff. Mit ihm streicht man Teig in der Backform schön glatt, mit ihm lässt sich der Eischnee vorsichtig unterheben -und ganz wichtig ist der Teigschaber natürlich, um Cremes, Sahne oder Teig restlos aus Schüsseln herauszuholen.
Der Teigroller ist zum dünnen und gleichmäßigen Ausrollen von Teig unentbehrlich. Ihn gibt es als Holzversion (die immer in diesen Geschlechterkriegs-Witzen auftaucht...), aber auch aus Marmor, Edelstahl oder Aluminium.
Teigrädchen (optisch eindeutig ein Vorfahre des Pizzaschneiders) übernehmen den Job des Zerteilens von ausgerolltem Teig. Wahlweise haben sie ein gezacktes Rädchen (damit lassen sich zum Beispiel die Ravioli-Quadrate dekorativ ausrollen) oder ein glattes Rädchen, mit dem Blätter- oder Mürbeteig besonders gut geschnitten werden kann.
Vielfalt pur zum Schöpfen und Heben
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Schöpf- und Hebegeräte gibt es in einem fast unendlichen Spektrum da sind
ähnlich viele Spezialisten im Angebot wie im Bereich der Haushaltsmesser.
Die klassische Schöpfkelle ist nicht nur zum Schöpfen und Dosieren von
Suppe, Eintopf und Co. gedacht, pochierte Eier kriegt man ohne sie nicht hin. Wenn in den
Schüttrand eine Schnaupe eingearbeitet ist, wird aus der tiefen Schöpfkelle ein
Saucenlöffel.
Kleinformatiger mit noch kleinerer Schnaupe ist es ein Milchlöffel. Mit
ihm lassen sich ganz gezielt auch kleine Mengen Flüssigkeit gießen. Ist der mit langem
Stiel ausgerüstet Löffel mit ovaler Laffe und schmal zulaufender Schnaupe ausstaffiert,
dann ist es ein Gießlöffel zum Übergießen von Bratgut.
Schaumlöffel präsentieren sich je nach Einsatzfeld mit
unterschiedlicher Lochung bis hin zum feinen Haarsieb (das beim Abschöpfen von
aufsteigendem Schaum unentbehrlich ist, wenn zum Beispiel Tafelspitz gekocht wird).
Zu Großmutters Zeiten war es eine klare Sache: Da gab es den Schneebesen. Schluss. Das ist lange vorbei. Und die vielfältigen Modelle, die sich inzwischen auf dem Markt tummeln, die haben es in sich. Denn mittlerweile gibts neben dem birnenförmigen, multitalentierten Schneebesen mit dünnen, elastischen Drähten den kugelrunden Ballonbesen (Einsatzfeld: leichte, luftige Cremes). Der Schlagbesen in Tropfenform hat mittelkräftige, dichte Drahtschlaufen, der Rührbesen starke Drähte in Tropfenform, der Tellerbesen dünne elastische, flach angeordnete Schlaufen, der Quirlbesen bietet dünne elastische Drähte, spiralförmig im Kreisellook und den Spiralbesen mit rund umlaufender Spiralfeder.
Es gibt Küchenhelfer, die beim ersten Hingucken nicht kund tun, wofür sie gedacht
sind. Trotzdem: Wenn man sie erst einmal hat, setzt man sie ein.
Das Lieblingskind ist der Julienneschneider, auch Fadenschneider
oder Zitronenzester genannt. In diesem Gerät sorgen kleine Lochungen dafür,
dass beim Fadenziehen das Weiße unterhalb der Haut von Orange oder Zitrone zum Beispiel
nicht mit abgezogen wird. Es lassen sich gleichmäßige, feine Gemüsestreifen von
Möhren, Kohlrabi oder Gurken mit dem Fadenschneider herstellen.
Kugelausstecher sind auch solche Spezialisten, die viel können und es
auf Anhieb nicht verraten. Es gibt sie in vielfältigen Formaten von knapp
Preiselbeergröße bis hin zum Rumkugel-Durchmesser. Mit dem Kugelausstecher lassen sich
Mini- und Maxi-Kugeln aus Melonenfruchtfleisch, aus Kartoffeln, Avocados, Äpfeln oder
Mangos herstellen. Als dekorative Beilage oder wenn der Obstsalat mal etwas schicker
aussehen soll. Praktisch sind die Kugelformer auch, wenn beim festlichen Essen der
Butterteller ins Spiel kommt: Es lassen sich prima Butterkugeln formen. Butter-Zierstücke
macht man aber auch mit dem Butterroller (sieht aus wie ein kleiner Enterhaken) oder dem
Buttergarnierer.
Der Parisienne-Ausstecher ist eigentlich ausschließlich für das
Ausstechen von Kartoffeln nach Pariser Art gedacht. Aber: Versuchen Sies mal mit
Melonen. Sieht auch gut aus in diesem leicht gewellten, ovalen Format.
Wer besonders kunstvoll gemustertes Gemüse haben möchte, braucht dafür das Ziseliermesser.
Mit ihm lassen sich auch Muster in Früchte oder Eisbomben einritzen.
Stichwort Gemüse: Wenn es um Pellkartoffeln geht, ist die Pellkartoffelgabel
mit langen Zinken und weitem Abstand dazwischen ideal.
Würze kommt ins Spiel mit der Knoblauchpresse, die den feinen
Knoblauchmus herstellt - oder mit der Knoblauchreibe: Feine Scheibchen des gesunden
Würzers werden mit ihr gerieben.
Der Fischentschupper ist dann wirklich für nichts anderes einsetzbar als
für das Entschuppen von Fisch. Aber da ist er natürlich Gold wert! Nach dem Entschuppen
könnte dann die Fischpinzette gute Dienste tun: Mit ihr hat man jede Gräte im Griff.
Ebenso wie Austernbrecher und Hummerknacker, die wirklich nur ihr edles
Aufgabenfeld haben. Aber ohne sie ist es schwer mit Auster und Languste...
Unentbehrlich im Gros der deutschen Haushalte ist der Sparschäler: Es
gibt ihn schlicht oder als Pendelversion; der Spargelschäler (mit
verstellbarer Klinge für die Schalendicke von Spargel oder auch Schwarzwurzeln) und der Grapefriut-/Orangenschäler
(gebogene und gezahnte Klinge löst das Fleisch aus der Frucht) runden diese
Produktfamilie ab.
In der Sommerzeit haben sie Hochkonjunktur: Kirschentkerner, Pflaumenentsteiner
und Fruchtentkerner. Letzterer ist beim Herauslösen des Kerngehäuses in Äpfeln
und Birnen hilfreich oder wenn Kartoffeln gefüllt werden sollen.